Seam
Die Notch als Schaltzentrale: Die Einkerbung am oberen Bildschirmrand eines MacBook fristet ein undankbares Dasein als bloße Herberge für die Webcam. Seam ändert das und verwandelt die Notch in eine kompakte Produktivitätszentrale, die beim Darüberfahren mit dem Mauszeiger zum Leben erwacht. Der Clou: Die App bündelt Werkzeuge, für die sonst mehrere Programme gleichzeitig laufen müssten, an einem Ort, der ohnehin Bildschirmfläche beansprucht. Ein Pomodoro-Timer strukturiert konzentrierte Arbeitsphasen, ohne dass ein zusätzliches Fenster geöffnet werden muss. Voice-to-Text wandelt gesprochene Notizen direkt in Text um – und das lokal auf dem Mac, ohne Cloud-Anbindung. Der nächste Kalendertermin erscheint dezent neben der Notch, sodass bevorstehende Meetings stets im Blickfeld bleiben. AirDrop ist ebenso elegant gelöst: Eine Datei lässt sich per Drag-and-Drop auf die Notch ziehen und wird sofort an Geräte in der Nähe gesendet. Musiksteuerung für Spotify und Apple Music rundet das Paket ab – Titel wechseln, pausieren, Lautstärke regeln, all das lässt sich erledigen, ohne die Hände von der aktuellen Arbeit zu nehmen. Zusätzlich zeigt Seam den Akkustand und den Verbindungsstatus der AirPods an und informiert über den aktiven Fokus-Modus. Die App wurde nativ in Swift für Apple Silicon entwickelt, läuft entsprechend ressourcenschonend und fühlt sich wie ein selbstverständlicher Teil von macOS an. Die App kostet einmalig 19,90 US-Dollar.
Fazit: Seam macht aus totem Bildschirmplatz ein Multifunktionswerkzeug. Für MacBook-Nutzende, die Ordnung schätzen, könnte Seam zum Pflichtprogramm werden.
Preis: 19,90 US-Dollar
Web: getseam.app
Simplebanking

Den Kontostand immer im Blick: Wer am Mac den Kontostand prüfen möchte, greift meist zum Browser oder dem iPhone. Die App Simplebanking bietet eine elegantere Lösung: Die kostenlose App zeigt den Saldo direkt und dennoch diskret in der Mac-Menüleiste, ganz ohne Umwege. Die technische Grundlage bildet die europäische Open-Banking-Schnittstelle (PSD2). Sparkassen, Volksbanken, N26 und zahlreiche weitere Institute werden unterstützt. Simplebanking besitzt ausschließlich Lesezugriff. Überweisungen oder andere Transaktionen sind nicht möglich, was das Sicherheitsrisiko minimiert. Die Verbindung läuft verschlüsselt über den Anbieter YAXI, der Quellcode ist auf GitHub einsehbar. Über die Saldoanzeige hinaus bietet die App eine Umsatzliste mit Händlerlogos, eine Kalenderansicht der Umsätze, eine farbcodierte Ausgaben-Übersicht im Stil der Apple-Watch-Aktivitätsringe sowie eine Abo-Erkennung mit Kündigungslinks. Wer im Büro sitzt, sperrt den Kontostand, Zugriff gibt es dann erst nach Eingabe eines Passworts.

Preis: kostenfrei
Web: simplebanking.de
Tausende Fotos, wenig Überblick: Wer regelmäßig fotografiert, verliert schnell den Faden. Diese drei Mac-Apps setzen an unterschiedlichen Stellen an – von der Vorsortierung über die Bearbeitung bis zur Stapelverarbeitung.
PhotoCuller

Die Qual der Foto-Wahl: Nach einem Shooting mit mehreren hundert oder gar tausend Aufnahmen beginnt die eigentliche Arbeit: das Aussortieren. PhotoCuller ist ausschließlich für diesen Schritt konzipiert und erledigt ihn mit beeindruckender Geschwindigkeit. Die App liest SD-Karten direkt ein, zeigt Bilder während des Kopiervorgangs im Raster und erlaubt die Bewertung per Tastaturkürzel. Die vom Gaming bekannten WASD-Tasten übernehmen die Navigation, Ziffern vergeben Sterne, F markiert Favoriten, R markiert Löschkandidaten. Focus Peaking, Belichtungswarnungen und ein automatischer Zoom auf Gesichter helfen, mangelhafte Aufnahmen schnell zu erkennen. Smart Stacking gruppiert Serienbilder automatisch, ein Vergleichsmodus mit synchronisiertem Zoom stellt Bilder nebeneinander. Nach der Auswahl leiten Workflows die besten Aufnahmen an Ordner, Netzwerkspeicher oder Apple Fotos weiter. PhotoCuller arbeitet komplett offline und läuft nativ auf Apple Silicon.
Preis: 40,46 Euro (Einmalkauf)
Web: photoculler.com
Nitro Photo

Aperture lebt! Nitro Photo stammt vom Entwickler Nik Bhatt, der bei Apple unter anderem die App Aperture verantwortete. Das Erbe ist spürbar: Die App integriert sich nahtlos in die Fotos-Mediathek von macOS und erweitert diese um Werkzeuge, die Apple selbst schuldig bleibt. Ein Fünf-Sterne-Bewertungssystem ersetzt das eingeschränkte Favoritensystem der Fotos-App und synchronisiert über iCloud. Bis zu 16 Bilder lassen sich gleichzeitig nebeneinander anzeigen, mit synchronisiertem Zoom, was den Vergleich ähnlicher Aufnahmen erheblich erleichtert. Auf der Bearbeitungsseite bietet Nitro etwa KI-gestützte Masken für Freistellungen, kantenbewusste Pinsel, generative Objektentfernung sowie professionelle Anpassungswerkzeuge inklusive Gradationskurven. Bemerkenswert ist vor allem die tiefe RAW-Integration, Nitro unterstützt mehr Kameramodelle als die Fotos-App selbst. Die Software arbeitet wahlweise mit der Mediathek oder eigenständig mit Ordnerstrukturen im Finder.
Preis: diverse Abos oder 99,99 Euro
App Store: Zur App
BatchPhoto
Für das Grobe: Nicht jede Bildbearbeitung verlangt nach Feinarbeit am Einzelbild. Wer regelmäßig große Mengen Fotos umbenennen, skalieren, mit Wasserzeichen versehen oder konvertieren muss, ist mit BatchPhoto bestens bedient. Die App folgt einem Dreischritt-Prinzip: Bilder auswählen, Bearbeitungen festlegen, alle Änderungen in einem Durchgang anwenden. Das spart Zeit, die bei manueller Einzelbearbeitung in Stunden stupider Klickarbeit münden kann. BatchPhoto beherrscht über 170 Bildformate. Zu den Möglichkeiten zählen automatische Kontrastanpassung, Zuschnitt, Rotation, Datumseinblendung und diverse Filtereffekte. Eine Ordnerüberwachung erkennt neu hinzugefügte Bilder und verarbeitet diese automatisch nach definierten Regeln. Wer häufig identische Abläufe wiederholt, speichert diese als Profil. BatchPhoto ist seit Jahren erhältlich und wird kontinuierlich weiterentwickelt, Funktionen wie RAW-Bearbeitung und Wasserzeichen sind der Pro-Version vorbehalten.
Preis: ab 29,95 US-Dollar
Web: batchphoto.com










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Mein Mac kann mehr als YouTube und Maclife? Ehrlich jetzt?
Apropos: Netflix und YouTube sind von Apple und sind wohl sicher. Aber ist Maclife auch sicher...???
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